Der Liberale: Friedrich Karl Biedermann

Friedrich Karl Biedermann (1812 – 1901) wurde 1812 in Leipzig geboren. Nachdem er das Studium der Philologie und Staatswissenschaften abgeschlossen hatte, erhielt er 1838 eine Professur an der Universität Leipzig. Darüber hinaus war Biedermann politisch interessiert und als Publizist tätig. So sprach er sich in der Allgemeinen Zeitung offen für eine konstitutionelle Monarchie unter preußischer Führung aus. Auch war Biedermann 1848 an der Gründung des Deutschen Vereins und zahlreicher liberaler Zeitschriften beteiligt.

Nach Biedermann sollte die Revolution konstitutioneller Natur sein und nicht politischer oder sozialer. Hieran ist der Unterschied zu seinem Zeitgenossen Robert Blum klar erkennbar – dennoch bildeten sie gemeinsam die Spitze der revolutionären Opposition. 1848 verfasste Biedermann die Leipziger Märzadresse, in welcher er den Rücktritt der sächsischen Regierung sowie die Anerkennung der Reichsverfassung forderte.

Bei der Frankfurter Nationalversammlung war Biedermann als Abgeordneter vertreten, hierbei befürwortete er die kleindeutsche Lösung. Am 14. Mai 1849 wurde er zum ersten Vizepräsidenten des Parlaments gewählt.