Der „Verbrecher“: Christian August Dolge

Über das Leben von Christian August Dolge (1820 – 1908) ist nur wenig bekannt, besonders zu seinen Kindheits- und Jugendtagen fehlen Quellen. Erstmals taucht sein Name bei dem Dresdner Maiaufstand 1849 auf, auch war er bei den Leipziger Barrikadenkämpfen 1849 beteiligt. Noch im gleichen Jahr wurde Dolge verhaftet und zum Tode verurteilt. Hier endet sein Leben jedoch nicht: Mit Hilfe eines selbstgedrehten Stricks gelang ihm die Flucht aus seiner Zelle in der Leipziger Pleißenburg.

In den 1860er Jahren wurde Dolge schlussendlich als einer der letzten Achtundvierziger begnadigt. Hieraufhin wanderte er in die USA aus und widmete sich von nun an dem Klavierbau. Dennoch bezeugt sein Grabstein seine revolutionäre Vergangenheit, so heißt es auf diesem: „He fought and suffered for freedom“.

Seinem Sohn, Alfred Dolge, gelang es, den Betrieb auszuweiten, sodass die Ortschaft „Brockett’s Bridge“ im Bundesstaat New York nach ihm in „Dolgeville“ umbenannt wurde.